Alle Top-Smartphones von Samsung, Apple, Xiaomi, Google und Honor haben den COMPUTER BILD-Labor-Test absolviert. Zeit für einen direkten Vergleich! Hier zählen keine Hersteller-Versprechen, sondern nur von COMPUTER BILD selbst erhobene Messwerte. Im Gegensatz zu Noten gibt es kaum Gleichstand, sondern praktisch immer eine Reihenfolge.
So wird gewertet
Pro Kapitel bekommt Platz 1 normalerweise fünf Punkte, Platz 2 vier Punkte, Platz 3 drei, Platz 4 zwei und Platz 5 noch einen Punkt. Bei sehr großen Abständen oder nahezu gleichen Messwerten wird die Punkteverteilung angepasst. Am Ende gewinnt das Smartphone mit den meisten Punkten. Ganz einfach.
Arbeitstempo
Für die Bewertung treiben mehrere Benchmarks die Modelle an ihre Leistungsgrenzen, um das maximale Rechen- und Arbeitstempo zu ermitteln. Im letzten Vergleich
- Apple iPhone 16 Pro Max (98,6 Prozent; 5 Punkte)Honor Magic 7 Pro (97,8 Prozent; 4 Punkte)Xiaomi 15 Ultra (97,3 Prozent; 3 Punkte)Samsung Galaxy S25 Ultra (97,3 Prozent; 2 Punkte)Google Pixel 9 Pro XL (53,9 Prozent; 1 Punkt)
Bedientempo
Eine gute Note für die allgemeine Bediengeschwindigkeit erhält, wer kurze Lade- und Reaktionszeiten zeigt. Dafür ermittelt COMPUTER BILD die Zeit, die das Handy braucht, um Apps auszuführen oder Dateien zu öffnen, und ermittelt die Eingabeverzögerung des Displays.
Akkulaufzeit bei intensiver Nutzung
Im COMPUTER BILD-Handy-Akkutest
- Samsung Galaxy S25 Ultra (15:50 Std.; 5 Punkte)Honor Magic 7 Pro (15:36 Std.; 4 Punkte)Google Pixel 9 Pro XL (13:27 Std.; 3 Punkte)Xiaomi 15 Ultra (13:24 Std.; 2 Punkte)Apple iPhone 16 Pro Max (11:19 Std.; 1 Punkt)
Ladetempo: Nutzungszeit pro Lademinute
Dieser Wert zeigt, wie viel Nutzungszeit man im Durchschnitt mit einer Minute am Netzteil nachladen kann. So reichen dem Honor Magic 7 Pro zwei Minuten Laden fast für eine halbe Stunde Nutzungszeit. Xiaomis Ultra stürzt im Vergleich zum Vorgänger ab und fällt sogar hinter das Pixel zurück. Samsungs neues Ultra legt hingegen zu und liegt nach 15 Minuten sogar vor Xiaomis 15 Ultra. Immerhin holt das Xiaomi gegen Ende des Ladevorgangs auf und komplettiert den kompletten Ladevorgang nach 1:09 Std. als zweitschnellster hinter dem Magic 7 Pro (1:05 Std.). Nach 15 Minuten war aber nur die Kapazität des iPhones noch geringer. Das Apple-Handy lädt mit Abstand am langsamsten und benötigte für einen kompletten Ladevorgang 2:10 Std.
Effizienz: CO2
Lange Laufzeiten sind mit einem riesigen Akku keine Kunst. Hier geht es darum, wer den geringsten Energieverbrauch pro Betriebsstunde hat. Als besonders nachhaltig werden bei COMPUTER BILD Geräte gewertet, deren Stromverbrauch umgerechnet unter der Grenze von 800 mg CO2
- Samsung Galaxy S25 Ultra (585 mg; 5 Punkte)Honor Magic 7 Pro (629 mg; 4 Punkte)Google Pixel 9 Pro XL (705 mg; 3 Punkte)Xiaomi 15 Ultra (724 mg; 2 Punkte)Apple iPhone 16 Pro Max (809 mg; 1 Punkt)
Komfort-Features: Induktives Laden, Bluetooth 6.0
In dieser Preisklasse ist induktives Laden Standard. Alle nehmen den Extrapunkt mit, aber das Apple-Handy kann keine Geräte wie Kopfhörer laden. Alle anderen bekommen den zweiten Bonuspunkt. Der dritte wird nur Xiaomis 15 Ultra gutgeschrieben. Als einziges Smartphone unterstützt es schon Bluetooth 6.0. Der neue Standard ermöglicht noch schnellere und effizientere Anwendungen, kann künftig andere Bluetooth-6.0-Geräte wie In-Ears bis auf 10 Zentimeter orten und verspricht mehr Sicherheit – etwa beim Entsperren von Autos.
Qualität Hauptkamera
Der Wert setzt sich hauptsächlich aus der Note bei Tageslicht und schlechter Beleuchtung sowie der Qualität bei vierfacher Vergrößerung zusammen. Der Test auf dem hauseigenen Fotomessstand prüft diese Szenarien stets unter gleichen Bedingungen. Ein künstlicher Auslösefinger macht Hunderte Aufnahmen, die eine Analysesoftware und Tester aus Fleisch und Blut bewerten.
Qualität Selfiekamera
Die Note für die Selfiekamera wird analog zur Hauptkamera ermittelt und setzt sich aus der Note bei Tageslicht und der Note bei schlechter Beleuchtung zusammen. Auch hier führt nach wie vor kein Weg am Pixel 9 Pro XL vorbei. Die Handy-Kamerawertung
- Google Pixel 9 Pro XL (Note: 1,3; 5 Punkte)Samsung Galaxy S25 Ultra (Note: 1,4; 4 Punkte)Apple iPhone 16 Pro Max (Note: 1,4; 3 Punkte)Honor Magic 7 Pro (Note: 1,5; 2 Punkte)Xiaomi 15 Ultra (Note: 1,9; 1 Punkt)
Display: Maximale Helligkeit
Da alle Kandidaten auf OLED-Technik setzen, gibt es beim Kontrast nichts zu meckern. Interessanter ist die maximale Helligkeit. Dieser Wert sagt aus, wie gut sich der Bildschirm im Freien oder bei Sonneneinstrahlung ablesen lässt. Mehr ist besser und hier haben wir es mit superhellen Displays zu tun, die alle Bestnoten verdient haben und weit über 1.000 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) schaffen. In die Wertung geht der Durchschnitt (Ø) aus maximalem HDR-Wert und maximalem SDR-Wert ein – alle ermittelt im Labor von COMPUTER BILD. Typischerweise liegen beide Werte auf einem vergleichbaren Niveau, nur beim Magic 7 Pro klafft eine Lücke von rund 1.400 Candela. Darum hat das konstantere iPhone trotz kleinerem Durchschnittswert die gleiche Punktzahl bekommen.
Display: Schärfe
Auf kleineren Displays quetschen sich bei gleicher Auflösung (etwa FHD, 1920×1080 Pixel) mehr Pixel. In diesem Vergleich messen sich aber die großen Jungs. Mit einer Displaydiagonale von 6,78 Zoll ist das Xiaomi 14 Ultra schon der kleinste Teilnehmer. Die Einheit ppi (pixel per inch, also Pixel pro 2,53 Zentimeter) ist das Maß für die relative Schärfe. Apple hat seinerzeit die Grenze für die vom Auge auflösbare Schärfe bei 326 ppi gezogen (« Retina-Display ») und das mit dem Auflösungsvermögen des Sehorgans begründet. Das gilt auch 2024 noch. Alle hier versammelten Kandidaten sind viel schärfer und selbst das Schlusslicht Honor Magic 67 Pro ist mit 453 ppi sehr scharf.
Figur: Display-Ausnutzung der Frontfläche
Das ist kein Qualitätsmerkmal des Bildschirms, sondern ein Hinweis auf den Gesamteindruck des Handys. Ein dicker Rand um das Display führt zu einem geringeren Anteil der Displayfläche. Höhere Werte zeugen dagegen von einem eleganten, schlanken Design mit schmalen Rändern. Bei 100 Prozent würde man in der Draufsicht nur den aktiven Bildbereich ohne Ränder sehen.
Ausstattung
Hierunter fallen die maximal verfügbare Speicherkapazität, biometrische Entsperrmethoden, Kratzfestigkeit des Displays, Kartenschächte, die maximal unterstützten Mobilfunk- und WLAN-Standards – und ob das Gerät nach IP-Zertifizierung wasserdicht ist. Im Testfeld trifft das auf alle Kandidaten zu. Das Honor Magic 6 Pro und das Xiaomi 14 Ultra bekommen jeweils einen Extrapunkt für ihre besonders griffige Rückseite, die im Kratztest für Abzüge sorgte.
Wie lange gibt es Updates?
Im Vergleich zu günstigeren Smartphones bieten die Edel-Kandidaten gute bis sehr gute Update-Aussichten und werden mitunter bis 2032 mit Sicherheits- und Systemupdates versorgt. Apple war hier schon immer top. Samsung und Google legten nach – und mit sieben Jahren Sicherheits- und OS-Updates sogar noch einen drauf. Kürzlich vermeldete Honor, dass das Magic 7 Pro nun auch auf diesem Niveau unterstützt wird. Und selbst der letzte Platz, das Xiaomi 15 Ultra, wird bis 2031 mit Sicherheitsupdates versorgt und bekommt 2029 Android 19.
Endstand im Punkte-Vergleich
Der Preis spielt weder bei der Testnote noch bei der Vergabe der Punkte eine Rolle. In zwölf Kapiteln gab es jeweils maximal 5 Punkte zu holen. Dazu kommen bis zu 3 Bonuspunkte für bidirektionales kabelloses Laden und Bluetooth 6.0. Somit waren theoretisch 63 Punkte möglich.


